Schuheinlagen haben den Vorteil, dass sie weniger kosten als orthopädisches
Schuhwerk. Und sie können abwechselnd in mehreren Schuhen getragen
werden. Ganz allgemein haben Schuheinlagen den Nachteil, dass sie eben
nur passiv stützen und die Fussbewegung behindern. Durch diese
Inaktivität kann eine Schwächung der Muskulatur entstehen.
Darum ist es auch sehr wichtig, dass Einlagen nicht ohne aktiv kräftigende
Massnahmen für die Fussmuskulatur getragen werden.
Generell gibt es zwei Einlagentypen: Korrektureinlagen und Bettungseinlagen.
Korrektureinlagen: Sie kommen in der Regel nur im Wachstumsalter zur
Anwendung. Wenn Formabweichungen durch Gewebeschäden auftreten, wirken
sie diesen unterstützend entgegen. Dabei korrigieren sie Fußdeformitäten
so weit wie möglich, um eine bleibende Fehlform des Fussskeletts zu
verhindern.
Bettungseinlagen: Sie dienen einem Belastungsausgleich bzw. der Entlastung
einzelner Sohlenabschnitte. Die Körperlast wird möglichst
gleichförmig und breitflächig verteilt (nach Hohmann). So werden
Überlastungszonen entlastet, die nur schlecht weichgepolstert sind.
Bei Füßen, die solche Einlagen brauchen, ist eine passive
Korrektur ohne Gewaltanwendung nicht möglich. Bettungseinlagen
werden aus verhältnismässig weichen Werkstoffen hergestellt.
Die Schuhe müssen dafür besonders stabil sein.
Die Einlagen werden aus vielen verschiedenen Kunstoffen (harte, weiche,
dämpfende und polsternde) hergestellt. Wenn eine Korrektur der
Fußstellung erreicht werden soll, dann muss starres Material verwendet
werden.